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Wie baue ich Rituale im Familienleben ein?

Krame doch mal in deiner Schatzkiste deiner Kindheit. Erinnere dich an Erfahrungen deiner Kindheit. Hatten Geburtstage einen speziellen Ablauf? Wie seit ihr ins Bett gegangen? Welche dieser Schätze möchtest du an deine Kinder weitergeben? Welche Werte möchtest du vermitteln? Frage deine Eltern oder Großeltern nach Ritualen im Familienalltag und hebe den einen oder anderen Schatz. 

Ein paar weiter Tipps:

1. Führe am Anfang nicht gleich mehrere Rituale auf einmal ein. Es reichen erstmal ein oder zwei. Am Besten besprecht ihr als Eltern vor der Einführung gemeinsam die Rituale. Nur wenn alle an einem Strang ziehen können alle einen Mehrwert daraus ziehen. Überlegt gemeinsam, was ihr mit den Ritualen erreichen möchtet und was euch wichtig und wertvoll ist. Welche Vorstellungen von Werten hat jeder von euch? Ein spannender Prozess, welcher euch auch gleichzeitig noch mehr verbinden kann.

2. Es ist nicht notwendig Rituale mit einer Ankündigung einzuführen. Lasse diese langsam einschleichen. Besonders wirkungsvoll können Rituale sein, wenn die Kinder an der Planung und Einführung beteiligt sind. Sie fühlen sich wertgeschätzt und ernstgenommen. Schon die Planung eines Rituals kann sehr wirkungsvoll sein. Bei älteren Kindern kann zum Beispiel eine "Familienkonferenz" zur Erarbeitung und Einführung genutzt werden. Eine Familienkonferenz kann auch gleichzeitig ein Ritual sein. 

3. Sei offen und ehrlich wenn dein Kind fragt, warum nach dem Essen gemeinsam der Tisch abgeräumt werden soll. Dein Kind fühlt sich ernstgenommen und wertgeschätzt.

4. WICHTIG: Auch Erwachsene halten sich an die Rituale!

5. Nutze bei Bedarf kleine Ritualgegenstände. Bespreche zum Beispiel jeden Morgen den Wochentag und den Tagesablauf mit deinem Kind und lasse die Sonne täglich weiterziehen. Als Beispiel bietet sich hier unser Tageskreis an.

6. Als Erwachsener wirkt ein strukturierter sich täglich wiederholender Tagesablauf auf den ersten Blick langweilig und einengend. Kinder erleben dies ganz und gar nicht so. Die sich stetig wiederholenden Abläufe geben dem Kind das Gefühl von Sicherheit, Schutz und Vertrauen. Wichtig ist aber gleichzeitig dem Kind Freiraum zum freien Spielen zu geben!

7. Überprüft alte Rituale regelmäßig und passt die Gestaltung der Rituale ggf. an die Entwicklung eures Kindes an. 

8. Wichtig ist, das Kinder und Eltern die Rituale mit etwas Positiven verbinden. Nur dann werden sie auch gepflegt. Bitte beachte, das zwanghafte regelmäßige Wiederholungen, welche durch die Eltern verordnet werden, kontraproduktiv wirken. Sie können ggf. Ängste verstärken oder hervorrufen. Zwinge dein Kind also zu nichts wogegen es sich wehrt. Besprecht Rituale gemeinsam und handelt gemeinsam einen Kompromiss aus.

Jetzt wünschen wir dir viel Spaß beim Einführen und Leben von Ritualen!

 

 

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